Industriefotografie, die keine ist

Auf Fototour durch Industriebrachen

Detailverliebt und reduziert – Kerstin Hesse ist beides. In ihren Fotos bildet sie eine Fülle von Ausschnitten, Fragmenten ab, spielt mit Farben oder nimmt sie zurück, minimiert.

Industriefotografie ist das neueste Projekt der Hagenerin, die bildende Künste studiert hat. „Ich fotografiere, was mich umgibt”, sagt sie. Bei Streifzügen durch ihr Umfeld hat sie ehemalige Produktionshallen in Hagen-Eilpe entdeckt.

Ein schier endloses Spielfeld für jemanden, der nicht das Gesamtbild einfängt, sondern einen Blick hat für Einzelheiten: die grüne verwitterte Holztür, das Wirrwarr aus Metallrohren, die sich kreuzenden Deckenbalken, die kupfernen Gashähne.Quadratmeter über Quadratmeter der Hallen sind voll damit. Kerstin Hesse strahlt – und rückt ihr Stativ zurecht..

25.08.2008, Anja Wetter